Invasive Arten

Invasive Arten sind Tier- und Pflanzenarten, die neu in ein Ökosystem gelangen und dadurch das Ökosystem, oft negativ, beeinflussen und verändern.

Besonders trifft dies auf absichtlich oder unabsichtlich vom Menschen eingeschleppte Arten zu. Natürliche Ausbreitung von Arten erfolgt über einen langen Zeitraum, so dass die heimischen Arten sich anpassen und behaupten oder die neuen Arten einen Platz im Ökosystem finden können.

Durch den Menschen eingeführte Arten verbreiten sich oftmals schneller. Im neuen Ökosystem fehlen häufig natürliche Freinde, die Arten haben eine höhere Vermerungsrate. Sie konkurrieren mit den heimischen Arten oder treten als Beutegreifer auf, wo die heimischen Tiere nicht an Räuber angepasst sind.

Beispiel für invasive Arten:

  • Verwildete Hauskatzen, Hunde und Füchse bedrohen in Australien kleine Beuteltierarten. Einige Arten als der Familie der Beutelmäuse sind dadurch bereits ausgestorben.
  • Asiatische Marienkäfer wurden zur Schädlingsbekämpfung nach Europa eingeführt. Sie vermehren sich schneller als die heimischen Marienkäfer und fressen auch deren Larven.
  • Amerikanische Grauhörnchen wurden auf den Britischen Inseln eingeführt. Sie sind größer und stärker als eropäische Eichhörnchen und verdrängen sie aus dem gemeinsamen Lebensraum.
  • Asiatische Pythons, ausgesetzte Haustiere, vermehren sich in den Sumpfgebieten im Süden der USA und bedrohen als Beutegreifer die dortige Tierwelt, sogar den größten Räuber, den Mississippi-Alligator.