Geschlechtsdimorphismus

Geschlechts- oder Sexualdimorphismus (lat.: sexus = Geschlecht, altgr. dimorphos = zweigestaltig) bezeichnet das Phänomen, dass Männchen und Weibchen einer Art unterschielich aussehen.

Bei Säugetieren sind häufig die Männchen größer und schwerer oder haben größere Hörner oder Geweihe. Beispiel sind Gorillas, Löwen oder Hirsche.

Bei Vögeln, Reptilien und Fischen zeigt sich Geschlechtsdimorphismus auch an bunteren Farben und längeren Schmuckfedern oder Flossen. Beispiele sind Enten- und Hühnervögel oder Regenbogenfische.

Unterschiedliche sekundäre Geschlechts­merkmale der Reiherente (Aythya fuligula): oben das Männchen, unten das Weibchen.

Warum ist das so?

Die auffälligen Körpermerkmale der Männchen signalisieren dem Weibchen, dass das Männchen gesund und kräftig ist und daher auch gesunde Nachkommen zeugen kann. Je besser das Männchen in den Augen der Weibchen aussieht, um so größer sind seine Paarungschancen.

Die Weibchen hingegen haben ein unauffälliges Aussehen, um bei der Brutpflege in der natürlichen Umgebung schwerer von entdeckt zu werden und sich und den Nachwuchs vor natürlichen Feinden zu schützen.


Foto: Von Andreas Trepte – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3787544