Miombo Ausbau

Erweiterte Elefantenanlage

Um die dringend notwendige Vergrößerung der Elefantenanlage zu erreichen, werden die Zooterrassen einschließlich der vorgelagerten Parkplätze abgerissen. Ca. 2/3 der gewonnen Fläche wird der Elefantenanlage zugeschlagen.

Die Erweiterungsfläche liegt auf dem Bodenniveau der Giraffenanlage und ist nach Osten und Süden hin mit einer Bruchsteinböschung und Bepflanzung begrenzt, in der auch ein neuer Außenzaun gesetzt wird. Im Zuge des Ausbaus wird außerdem der Graben an der Ostseite der bestehenden Elefantenanlage verfüllt und durch einen Stahlkabel-Pfostenzaun ersetzt.

Die Anlage wird mit Pflanzeninseln strukturiert, erhält einen weiteren, flacheren Badeteich und weitere Beschäftigungsfutterstellen. Die Gliederung der Anlage erfolgt so, dass mittels Stahlseilabsperrungen variierende Laufwege für die Elefanten eingerichtet werden können.

Sollte es notwendig werden, den Elefanten eine Laufhalle zur Verfügung zu stellen, so kann diese auf der Fläche der ehemaligen Bullenanlage in einfacher Stahlhallen-Bauweise errichtet werden (vgl.RioNegro).

Da auch nach der Erweiterung die Anlage zur Zucht mit eigenem Bullen nur sehr eingeschränkt geeignet ist, sind die Haltung von nicht am Zuchtprogramm beteiligten Altkühen oder einer Jungbullengruppe mögliche Optionen.

Miombo-Savanne

Auf dem verbleibenden Drittel der Erweiterungsfläche wird ein Gehege für Pferdeantilopen als typischer Miombo-Art und Impalas errichtet. Die im Altbestand vorhandenen Marabus werden hier ebenfalls untergebracht, neue Tieren sollen für die Haltung auf der offenen Anlage, die ein Kupieren notwendig machen würde, aber nicht mehr angeschafft werden.

Mit der Giraffenanlage wird das Gehege durch den Wassergraben verbunden, den die Tiere über Furten überqueren können. Zur Elefantenanlage hin begrenzt ein Pfostenzaun die Anlage, durch den eine überwechseln der Impalas zu den Elefanten möglich ist.

Der Stall für die Antilopen wird an Stelle des heutigen Aufgangs zu den Zooterrassenerrichtet. Der Personalzugang erfolgt über eine abfallende Brücke.

Auf dem Dach entsteht eine großer Beobachtungspavillon, MIOMBO KIBANDA, (Kiswahili: Wald Hütte) der nach Ost auf die Elefanten-, nach Süden auf die Antilopen- und nach Westen auf die Giraffen-Anlage Einblick gibt. Der Besucher befindet sich hier inmitten der Savannenlandschaft mit einem Rundumblick auf die Anlagen. Am Fuß des Brückenaufgangs führt außedem ein Pfad aus Trittsteinen durch den Wassergraben zu einem Beobachtungspunkt unterhalb der Lodge, vom dem aus die Besucher die Giraffen auf Bodenhöhe sehen und so die größe der Tiere noch besser wahrnehmen.

Mit Giraffe auf Bodenhöhe – hier noch aus dem Untergeschoss der Zooterrassen (heute nicht mehr zugänglich).

Wildhundanlage

Für die neue Wildhundanlage wird der nördliche und westliche Bereich des Pelikanteichsverfüllt, so dass eine langgezogene L-förmige Anlage entsteht, die dem Laufbedürfnis der Wildhunde entgegenkommt. Die Brutinsel der Pelikane bleibt dabei erhalten. Am östlichen Ufer wird ein neues Warmhaus für die Wasservögel errichtet, dass auch die Wildhundanlage abschließt und zum Weg hin für die Besucher durch eine Scheibe einsehbar ist.

An der Ostseite gegenüber dem Zugang zum Elefantenhaus gibt ein flach abfallender Graben Einblick. Die Nord- und Westseite begrenzt ein Metallgitter, das an der Westseite durch eine Sichtscheibe unterbrochen wird. An der Nordseite wird derZaun blickdicht verkleidet und bepflanzt, so dass die Anlage gegen den dahinterliegenden Weg am Rio Negro abgeschirmt ist.

Die Uferbereiche der Wildhundanlage werden mit E-Draht gesichert wird, so dass die Wasservögel sie nicht betreten. Die Besucher erleben beim Blick über den Teich auf die Wildhundanlage das Uferpanorama eines afrikanischen Flusses.

Das Flamingo-Warmhaus wird zum Stall für die Wildhunde umgebaut. Es wird ein funkferngesteuerter Beutesimulator installiert.