Mehr Welt im Zoo – Das Konzept

Die ganze Welt in einem Zoo – mit diesem Sloagan warb der Zoo Duisburg im Sommer 2015. Und tatsächlich sind hier – teilweise äußerst seltene –  Tierarten aus allen Kontinenten und einer Vielzahl verschiedener Lebensräume zu finden wie in wenigen anderen Parks im näheren Umfeld.

Die ganze Welt in einem Zoo

Der Besucher allerdings wird beim Zoorundgang dessen kaum gewahr. Zwar bilden einige Gehege wie etwa das Ensenble aus Giraffen- und Elefantenanlage, das Umfeld des Koalahauses und des Afrikanums sowie der Nordlandbereich zoologisch-geografische Schwerpunkte, doch meistens sind Arten aus einer Region oder einem Lebensraum über den ganzen Zoo verstreut. Und auch in den genannten Bereichen, wo dies nicht der Fall ist, sind die Lebensräume nicht ausgewiesen.

Für die Mehrheit der Besucher ist die ganze Welt im Zoo nicht erkenntlich.

Nur ein Besucher, der die Herkunft der in einem Gehege gezeigten Tiere bereits kennt, kann sie entsprechend zuordnen. Das dürften jedoch auf den kleineren Teil zutreffen. Auch die meisten Anlagen weisen durch ihre Gestaltung nicht auf den Teil der Welt hin, aus dem ihre Bewohern stammen.

Die bisher zu beobachtenden Neuerungen, im einzelnen von hoher Qualität, erscheinen als Einzelmaßnahmen primär darauf ausgerichtet, Haltungsdefizite aufzuarbeiten. Eine Ausrichtung nach zoologische-geografischen Themen scheinen eher als Nebeneffekt und vorrangig dort, wo sie strukturell schon angelegt sind.

Das hier vorgestellte Konzept möchte ein alternatives Modell aufzeigen, das eine gezielt Umstrukturierung nach thematischen Gesichtspunkten vornimmt.

Ziel ist es, einen Modellzoo zu entwickeln, das die Biodiversität ausgewählter Ökoregionen präsentiert und so für Arten- und Biotopschutz rund um die Welt wirbt.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Arten, Infrastruktur und generellen Finzlange folgt es dabei folgenden Prinzipien.