Flösselhechte – Kurz vor dem Landgang

Flösselhechte (Polypteriformes) haben sich vor ca. 100 Millionen Jahren in der Kreidezeit entwickelt. Sie ähneln stark denjenigen Ur-Fischen, aus denen die Landwirbeltiere hervorgingen. Heutige Flösselhechte leben in den Flussen West-, Zentral- und Nordafrikas.

Nil-Flösselhecht (Polypterus birchir)

By P. Greene TVRGolf (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Ghana-Flösselhecht (Polypterus endlicheri)

By Studdart (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Landgänger

Flösselhechte sind in der Lage, sich an ein Leben an Land anzupassen, wenn sie nicht ins Wasser können. Dadurch überleben sie, wenn in ihrem Lebensraum ihr Gewässer austrocknet, und können sogar über Land zu einem anderen Gewässer gelangen.

Wie können Flösselhechte auch an Land zu überleben?

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Flösselhechte haben eine einfache Luge, mit der sie Luftsauerstoff atmen können. Ihren fächerförmigen Brustflossen sitzen an kurzen, fleischigen „Ärmchen“, mit denen sie sich an Land vorwärts bewegen können. Außerhalb des Wassers schützt sie ihr knöcherner Schuppenpanzer vor dem Austrocknen. Ihre Eier müssen die Flösselhechte aber, wie Molche und Frösche, im Wasser ablegen, weil sie dort befruchtet werden und die Larven durch äußere Kiemen atmen.

In einem Versuch dauerhaft an Land lebende Flösselhechte bilden stärkere Brustflossen und Schulterknochen aus als ihre Artgenossen, die im Wasser lebten. Biologen vermuten, dass die Entwicklung vom Fisch zum Landtier vor 400 Millionen Jahren ähnlich begann.