Maulbrütende Buntbarsche

„Buckel-Barsche“

Tanganjika-Beulenkopf (Cyphotilapia frontosa)

Tanganjika-Beulenköpfe (Cyphotilapia) leben in kleinen Gruppen aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Sie sind Raubfische und ernähren sich von kleinen Fischen und Weichtieren.

Hectonichus [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia CommonsB

Warum hat der Tanganjika-Beulenkopf so einen großen Buckel am Kopf?

Correct! Wrong!

Männliche Tanganjika-Beulenköpfe bilden eine großen Buckel am Kopf aus. Je älter der Fisch wird, um so größer wird der Buckel. Mit ihrem imposanten Erscheinungsbild beindrucken sie die Weibchen und zeigen ihre Dominanz gegenüber anderen Männchen.

Überlebens-Vorteil

Viele Buntbarsche der afrikanischen Seen sind Maulbrüter. Die Eltern geben Eier und Samen ins Wasser ab. Dort werden die Eier befruchtet. Danach nimmt meist die Mutter die Eier ins Maul und brüten sie dort aus. Auch die Jungfische bleiben einige Wochen dort. Der brütende Elternfisch frisst währen dieser Zeit kaum bis gar nicht.

Die Gelege maulbrütender Fische eher klein. Sie umfassen nur ca. 20-25 Eier. Die Gefahr, Junge durch Raubfische zu verlieren, ist bei dieser Art der Brutpflege geringer, deshalb müssen die Fische nicht so viele Eier produzieren wie Arten, die ihre Gelege sich selbst überlassen

Es lebe die Vielfalt

Von den Brabantbuntbarschen (Tropheus) existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Formen. Die Gattung wird in sechs Arten unterteilt, aber es gibt auch zahlreiche Populationen, bei dene nicht sicher ist, zu welcher Art sie gehören.

Brabantbuntbarsch (Tropheus moori)

Tropheus.jpg

Die Brabantbuntbarsche halten sich in den oberen Wasserbreichen nahe an den Felsen auf. Sie ernähren sich von Algen, die dort wachsen, wo viel Licht ist.

By Thomas Ernst (de: Bild:Tropheus.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons

Branbantbuntbarsche meiden schnell fließendes, offenens Wasser. Wasserzuflüsse in den See trennen die Gruppen voneinander. Außerdem bevorzugen Weibchen solche Männchen, die das gleiche Aussehen wie sie selbst haben. So entstehen in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Morphen. Aus diesen getrennten Gruppen können mit der Zeit selbstständige Arten entstehen.

Ein Kuckuck im See

Zwei Arten der Fiederbartwelse (Synodontis) werden Kuckucks-Fiederbartwelse genannt. Sie sind wie ihre Namensvetter unter den Vögel, ein Brutparasit. Wenn malbrütende Buntbarsche ihre Eier ablegen, mischen sich die Fiederbartwelse unter das Paar und legen ihre dazu. Der Buntbarsch nimmt die Eier des Welses mit ins Maul und brütet sie aus. Meist schlüpfen die Welslarven früher. Ähnlich wie ein Kuckucksküken die Eier der Zieheltern aus dem Nest wirft, entledigen sich die jungen Welse der Kokurrenz, indem sie die Buntbarscheier auffressen.

Schmuck-Fiederbartwels (Synodontis decorus)