By James St. John [CC BY 2.0], via Wikimedia Common

Seenadelartige

Seepferdchen und Seenadeln (Signathidae) bilden zusammen eine Familie in der Ordnung der Seenadelartigen (Syngnathiformes). Ihre Körper sind dünn und langgestreckt. Anstatt Rippen haben sie ringförmige Knochenplatten unter der Haut. Viele Arten haben keine Bauchflossen. Besonders charakteristisch für diese Gruppe ist aber vor allem die röhrenförmige Schnauze, mit der sie Plankton einsaugen.

Seepferdchen

Seepferdchen (Hippocampus) haben den am meisten spezialisierten Körperbau aller Seenadelartigen. Sie schwimmen senkrecht. Dabei ist ihr Kopf angewinkelt, wodurch die Ähnlichkeit mit dem Kopf und Hals eine Pferdes zustande kommt. Sie haben eine Panzer aus ringförmigen Knochenplatten, der sie gegen Feinde schützt, den Körper aber auch steif und unbeweglich macht.

Langschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus reidi)

Da ihr Knochenpanzer sie unbeweglich macht, rudern Seepferdchen mit der Rückenflosse, um vorwärts zu komen. Statt einer Schwanzflosse habe sie einen Greifschwanz, mit dem sie sich an Wasserpflanzen festhalten können.

Schreibsal [CC BY-SA 3.0], von Wikimedia Commons

Was ist das Besondere an der Fortpflanzung der Seepferdchen?

Correct! Wrong!

Weibliche Seepferdchen legen ihre Eier in eine Bauchtasche des Männchens. Dort brütet das Männchen die Eier aus. Wenn die Jungen geschlüpft sind, versteckt sich das Männchen im Seegras und bringt sie zur Welt. Das können bis 200 auf einmal sein. Die kleinen Seepferdchen sind sofort selbstständig und fangen an, auf die Jagd nach Plankton zu gehen.

Ca. 40 Seepferdchenarten sind weltweit in den tropischen und gemäßigten Meeren verbreitet. Die meisten Arten kommen jedoch im indopazifischen Raum vor. Neben der Bedrohung durch Zestörung ihres Lebensraumes, der Seegraswiesen, sind sie dort vor allem durch gezielten Fang gefährdet.

Fahnenschwanz-Seenadeln

Seenadeln leben paarweise und bewohnen Höhlen im Riff. Dort lauern sie kleinen Krebstiere auf. Sie bewegen sich vorwärts, indem sie mit der Rückflosse Wellenbewegungen ausführen. Anders als bei den Seepferdchen hat das Männchen keinen Bauchbeutel, sondern trägt die Eier einem schwammigeng Gewebe an der Unterseite.

Mitglieder der Unterfamilie der Fahnenschwanz-Seenadeln (Doryramphinae) sind an ihrer verbreiterten, bunt gemusterten Schwanzflosse zu erkennen. Jede Art hat ein anderes Muster.


Schnepfenmesserfische

Schnepfenmesserfische (Centriscinae) gehören ebenfalls zur Ordnung der Seenadelartigen. Wie Seepferdchen und Seenadeln haben sie eine Röhrenschnauze. Ihnen fehlt die Schwanzflosse, dafür befindet sich Rückenflosse am Ende des Körpers. Am Bauch haben sie einen einen Kiel aus Knochenplatten, der ihnen ihre messerähnliche Körperform verleiht.

Gestreifter Schnepfenmesserfisch (Aeoliscus strigatus)


von Lakshmi Sawitri (2015 09 Bali 78 hunting together) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Schnepfenmesserfische schwimmen in Gruppen senkrecht mit dem Kopf nach unten. So suchen sie nah am Boden nach kleinen Krebstieren. Bei Gefahr suchen sich Schutz zwischen den Stacheln von Seeigeln oder Korallenstöcken.