Das Mittelmeer

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Das Meer in der Mitte

Der Name des Mittelmeeres, lateinisch Mare mediterranaeum, verweist auf seine Lage in der Mitte der in der Antike bekannten Welt. Es erstreckt sich von West nach Ost über 2,5 Millionen km2 zwischen dem europäischen Kontinent im Norden, dem afrikanischen Kontinent um Süden und der Arabischen Halbinsel im Osten. An der Straße von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko ist das Mittelmeer mit dem Atlantik verbunden.

Landkarte von StepMap

Eingeschlossenes Meer

Das Mittelmeer enstand aus dem Urmeer Thetys. Als der Urkontinent Pangäa vor 135 Millionen Jahren in seine nördlichen und  südlichen Teile auseinander brach, vergrößerte sich die Thetys nach Westen. Später brachte die Kontinentaldrift der afrikansichen und der arabischen Platte wieder nach Norden und sie schlossen das Meer zwischen sich ein.

Einwanderungsmeer

Vor 6 Millionen Jahren trocknete das Mittelmeer weitgehend aus. Die ursprünglich pazifischen Tierwelt starb dabei größtenteils aus. Erst als über die Straße von Gibraltar wieder Wasser aus dem Atlantik in das Meeresbecken eindrang, konnte Meeresbewohner das Mittelmeer wieder besiedeln. Deswegen finden sich heute im Mittelmeer hauptsächlich Arten, deren nächste Verwandte im Atlantik leben.

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Anders als in den Tropen gibt es im hier keine Korallenriffe, die Wassertemperatur ist zu niedrig. Die typischen küstennahem Lebensräume bestehen aus Felsriffen und Seegraswiesen. Durch den geringen Wasseraustausch mit dem Atlantik und die zahlreichen Zuläufe großer Flüsse hat das Mittelmeer außerdem einen höheren Salzgehalt als die großen Ozeane.

Die aus dem Atlantik zugewanderten Tiere mussten sich also an veränderte Bedingungen anpassen. So entstanden im Mittelmeer neue Arten, die sich dann wieder in den östlichen Atlantik ausbreiteten.