Vorriff

By Ilse Reijs and Jan-Noud Hutten (2010 Thailand Koh Phi Phi & Lanta scuba diving) [CC BY 2.0], via Wikimedia Common

Das Voriff bildet den Übergang von der Riffkante zur offenen See. Hier wechseln sich freie Sandflächen und die Riffpfeiler ab. Im freien Wasser leben große Arten aus den Familien der Falter- und Doktofische. Über den Sandflächen des Vorriffs halten sich schwarmbildende Fische auf. Viele von ihnen sind Raubfische. Sie jagen die kleinere Fische und Krebstiere, die das Riff bewohnen.

Riesen

Die Arten der Gattung der Nasen-Doktorfische (Naso) sind die größten Vertreter der Familie der Doktorfische. Der  Masken-Nasendoktorfisch wird bis zu 70 cm lang. Ihr Name verweist auf den Buckel an der Stirn, der bei manchen Arten zu einem langen Horn auswächst.
Wenn der Buckel zu groß wird, könne Nasendoktorfische keine Algen mehr von den Felsen abweiden. Sie stellen ihre Nahrung dann um und fressen wieder Plankton, wie in ihrer Larvenzeit.

Masken-Nasendoktorfisch (Naso vlamingi)


By BS Thurner Hof (Self-photographed) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Gebietsanspruch

Das Vorriff ist die Heimat der erwachsenen Doktofische. Hier leben sie paarweise oder in kleinen Gruppen. Die einzelnen Fische besetzen Reviere, wobei das Territorium eines Männchens häufig mehrer kleinere der Weibchen einschließt.

Wenn ein Doktorfisch häufig die gleiche Strecke abschwimmt, bedeutet das, dass er in seinem Revier patroulliert. Er macht damit seinen Gebiestanspruch deutlich.

Signalfahne

Die lange Rückenflosse der Wimpelfische dient der Verständigung zwischen Artgenossen. Die Fische richten sie auf, um einem Konkurrenten zu drohen. Im Kampf senken sie den Kopf und versuchen einander mit dem Wimpel wegzuschieben. Die Wimpel kreuzen sich dabei wie Säbelklingen.

Gemeiner Wimpelfisch (Heniochus acuminatus)

Ich bin nicht Khan!

Philippe Bourjon [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)] Click to Flip
By Philippe Bourjon (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Ich bin Khan.

Der gemeine Wimpelfisch ähnelt in seiner Färbung entfernt dem Halfterfisch (Zanclus cornutus). Halfterfische gehören aber nicht zu den Wimpelfischen, sondern sind mit der Familie der Doktorfische verwandt. Halfterfische sind Nahrungsspezialisten. Das macht sie schwierig im Aquarium zu halten.

Kneifzange

Die Zähne von Kugelfischen sind zu Zahnleisten verwachsen. Wie mit einer Kneifzangen beißen die Fische damit die Enden der Zweige von Steinkorallen ab, von deren Polypen sie sich ernähren.

Schwarzflecken-Kugelfisch (Arothron nigripunctatus)

Während die meisten Fische die Schwanzflosse benutzen, um vorwärts zu kommen, nutzen Kugelfische die Brustflossen zum Vortrieb. Mit der Schwanzflosse steuern sie.

I, Liné1 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Was macht den Kugelfisch so giftig?

Correct! Wrong!

Tetrodotoxin, das Gift der Kugelfische, wird von Bakterien gebildet. Kugelfische nehmen die Bakterien mit der Nahrung auf und lagern das Gift, das sie bilden, in der Haut, der Leber und den Keimdrüsen ein.

Maul voller Zähne

Schnapper (Lutjanidae) sind Raubfische, die Jagd auf kleinere Fische und Krebse machen. In ihrem Kiefer haben sie mehrere Reihen kleiner, spitzer Zähne. Im Oberkiefer sitzen außerdem zwei bis vier Fangzähne. Außerdem haben sie Zähne auf den Gaumenknochen und sogar auf der Zunge. Mit ihren großen Augen könne sie Beutetiere gut ausmachen.

Blaustreifenschnapper (Lutjanus kasmira)

By Jim and Becca Wicks (Snap of Snapper!) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

In Reih und Glied

Füseliere sind eine Unterfamilie der Schnapper. Sie ernähren sich von Zooplankton. Deswegen ist ihr Maul sehr klein und zeigt nach oben. Den Oberkiefer können sie vorschieben, wenn sie nach Beute schnappen. Nachts ziehen sie sich in das Riff zurück und nehmen eine rote Färbung an, da rot im dunklen Wasser schwarz wirkt und die Fische so schwer zu sehen sind.

Rotbauchfüsilier (Caesio cuning)

By BEDO (Thailand) [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Woher haben die Füsiliere ihren Namen?

Correct! Wrong!

Füsilieren schwimmen in Schwärmen von manchmal mehreren Tausend Tieren, um sich vor Raubfischen zu schützen. Ihre Bewegung sind sehr präszise aufeinander abgestimmt. Dieses Verhalten erinnert an das Exerzieren der Füsiliere, Infantriesoldaten im 18. und 19. Jahrhundert, die in strenger Reihenordnung aufmarschierten.

Das verstecke Auge

Der Körper von Fledermausfischen ist seitlich flach und fast rund. Über den Körper laufen senkrechte, dunkle Streifen, von denen er erste das Auge verdeckt. Dadurch ist es für Raubfische schwer, den Kopf des Fisches auszumachen.

Langflossen-Fledermausfisch (Platax teira)

By Chinen Keiya (Flickr: ツバメウオ Platax teira) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons