In der Strömung

Vlad Butsky from San Jose, CA, USA [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Barben

Die Barben  gehören zur Famile der Karpfenfische (Cyprinidae). Sie bilden kleine Gruppen und jagen Insektenlarven und andere Kleintiere, ernähren sich aber auch von Algen. Barben haben einen stromlinienförmigen Körper, mit dem sie sich durch schnell fließendes Wasser bewegen können.

Die Wirkung der Stromlienform der Barben kann man gut beobachten, wenn sie gegen die Strömung unter dem Wasserfall schwimmen.

Die Rotstreifenbarbe kommt nur in zwölf Flüssen in den indischen Westghats vor. Sie benötigen klares, sauerstoffreiches Wasser. Wenn die Bergwälder abgeholzt werden, wird Erde in die Flüsse gespült und das Wasser verschlammt. Die IUCN listet die Rotstreifenbarbe als stark gefährdet (endangered).

Prachtschmerlen und Dornaugen

Prachtschmerlen und Dornaugen aus der Unterfamilie der Schmerlenartige (Cobitoidei) gehören ebenfalls zu den Karpfenartigen (Cypriniformes). Sie sind Bodenbewohner und leben in kleinen Gruppen.

Bei Prachtschmerlen gibt es darin eine feste Rangordnung.  Die Tiere verständigen sich durch Körpersprache und Knacklaute. Jede Schmerle benansprucht ihren individuellen Ruheplatz, den sie gegenüber Artgenossen behaupten.

Der gewölbte Rücken der Schmerlen ermöglicht es ihnen, sich am Boden schnell fließender Gewässer aufzuhalten. Mit ihren Barteln suchen sie nach kleinen Wasserinsekten und Schnecken. Sie haben spezielle Zähne im Rachenraum, mit denen sie Schneckenhäuser knacken können. Mit diesen Zähnen erzeugen sie auch ihre Knacklaute.

Zebra- und Netzschmerle verstecken sich manchmal zwischen den Steinen unter dem Wasserfall. Mit ein wenig Geduld kann man sie aber dabei entdecken, wie sie die Steine nach Futter absuchen. Die kleinen Dornaugen sind nachtachtiv und verstecken sich Tagsüber zwischen den Steinen.

Die Zebraschmerle lebt im gleichen Gebiet wie die Rotstreifenbarbe. Ihr Bestand ist auf vier einzelen Populationen begrenzt. Die beiden Arten sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht. Wie die Rotstreifenbarbe wird die Zebraschmerle in der Roten Liste der IUCN als stark gefährdet (endangered) geführt.

Feuerschwanz-Fransenlipper (Epalzeorhynchos bicolor)

Der Feuerschwanz-Fransenlipper stammt aus Zentralthailand. Er hält sich am Gewässergrund auf und ist ein Allesfresser. Feuerschwanz-Fransenlipper besetzten Reviere. Leben in näherer Umgebung nur wenige Fische, kann es sein, dass sie sich gegenseitig angreifen, um das Revier des Nachbarn zu beanspruchen. In größeren Gruppen etabliert sich eine Rangordnung zwischen den einzelnen Tieren.

von Astellar87 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Durch den Fang für den Aqurienhandel ist der Feuerschwanz-Fransenlipper in der Wildbahn vermutlich ausgestorben. Alle heute noch verbleibenden Tiere sind Aquarien-Nachzuchten. Die IUCN führt ihn deshalb als vom Austerben bedroht (Critically Endangered)