In der Pflanzenzone

Vassil [CC0], von Wikimedia Commons

Bärblinge (Danioninae)

Bärblinge sind eine ursprüngliche, wenig spezialisierte Gruppe der Karpfenfische. Die meisten Arten werden nur wenige Zentimeter groß. Sie leben in sozialen Gruppen und halten sich in den mittleren und oberen Wasserschichten auf. Sie fressen Plankton und Insektenlarven.

Die Bärblinge nehmen in den Flüssen Südostasiens eine ähnliche Rolle ein wie die Salmler in Südamerika. Die Mitglieder beider Familien sind sehr klein und farbenfroh, leben in großen Gruppen und ernähren sich von Plankton. Allerdings sind sie nicht miteinander verwandt. Eine solche Ähnlichkeit nennt man konvergente Entwicklung. Die Arten haben sich unabhängig voneinander ähnlichen Lebensbedingungen angepasst.

Flussnadeln

Flussnadeln (Doryichtys) haben eine langgestreckten Körper und einen stielartigen Schwanz. Sie bewegen sich vorwärts, indem sie mit ihren kleinen Brust- und Rückenflossen rudern. Sie halten sich in den oberen Wasserschichten zwischen den Wasserpflanzen auf, meist in fast senkrechter Position. Mit ihrer braunen Farbe ähneln sie einem losen Pflanzenstiel.

Asiatische Flussnadel (Doryichthys boaja)

Das Maul der Flussnadeln ist sehr klein und befindet sich am Ende der langen Schnauze. Die Fische ernähren sich vom kleinen Krebsen und Insektenlarven. Indem sie ihre Maul sehr plötzlich öffenen, erzeugen sie einen Unterdurck, mit dem sie die Beutetiere einsaugen.

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Mit welchem Fisch ist die Asiatische Flussnadel verwandt?

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Correct! Wrong!

Asiatische Flussnadeln gehören zur Unterfamilie der Fahnenschwanz-Seenadeln (Doryrhamphinae). Ihre nächsten Verwandten leben im Meer. Eine dieser Arten ist im Seegraswiesen-Becken zu sehen. Mit den Seepferdchen bilden die Seenadeln eine gemeinsame Familie.

Scharlachroter Zwergblaubarsch (Dario dario)

Blaubarsche (Badidae) sind eine Familie aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae). Die Arten der Gattung Dario werden nicht größer als 2 cm. Sie leben am sandigen Boden dicht bewachsener Gewässer und ernähren sich von kleinen Wirbellosen.

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Kammkugelfische

Kammkugelfische (Carinotetraodon) sind sehr kleine Vertreter der Familie der Kugelfische. Sie leben in zugewachsenen Tümpeln und ernähren sich vom kleinen Krebsen, Insekten und Schnecken. Die Männchen haben am Bauch und am Rücken eine Hautfalte, die sie aufstellen können und die dann an einen Hahnenkamm erinnert. Sie benutzen die Hautfalte bei der Balz und wenn sie bedroht werden. Außerdem können sie sich, wie alle Kugelfisch, mit Wasser aufblasen.

Indischer Zwergkugelfisch (Carinotetraodon travancoricus)

Zwergkugelfische sind in der Aquaristik sehr beliebt, weil sie sich u.a. von Schnecken ernähren. Der Fang für den Aquarienhandel ist eine ernste Bedrohung für diese Art. Die IUCN stuft ihn deswegen als gefährdet (vulnurable) ein.

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Fadenfische und Guramis (Osphronemidae)

Fadenfische und Guramis leben in den strömungsarmen Gewässern und bilden dort Reviere. Sie verbergen sich in den Wasserpflanzen nahe der Oberfläche und jagen Insektenlarven. Für ihre Nachwuchs bauen sie Nester aus Schaum zwischen den Pflanzen, in die sie ihre Eier legen.

Weil ihre Heimatgewässer sauerstoffarm sind, verfügen Fadenfische über ein Labyrinthorgan, eine mit vielen Blutgefäßen durchzogenen Schleimhaut mit großer Oberfläche. Mit diesem Labyrinthorgan können sie Sauerstoffaus einer Luftblase aufnehmen, die sie mit dem Maul an der Wasseroberfläche einsaugen.

Wofür sind die langen Flossenfäden der Fadenflosser gut?

Correct! Wrong!

An den verlängerten Flossenstrahlen der Bauchflossen sitzen Geschmacksknopsten. Die Fadenflosser erkennen damit ihre Artgenossen und finden ihre Nahrung.