Australischer Lungenfisch (Neoceratodus forsteri)

Tannin [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Sonderausstattung für Trockenzeiten

Die Unterklasse der Lungenfische (Dipnoi) existiert schon seit 400 Millionen Jahren und umfasste eine große Zahl von Arten. Heute leben noch sechs Arten in Süßgewässern in Südamerika, Afrika und Australien.

Neben den Kiemen verfügen sie über eine Lunge ähnlich der der Landwirbeltiere. Damit könne sie Sauerstoff aus der Luft atmen, wenn in der Trockenzeit der Sauerstoffgehalt im Wasser zu gering für die Kiemenatmung  ist. Anders als bei Flösselhechten eignen sich ihre Flossen aber nicht zum kriechen an Land.

Warum liegt der Lungefisch nur am Boden herum?

By Mitch Ames (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de), via Wikimedia Commons Click to Flip
By Mitch Ames (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de)], via Wikimedia Commons
Lungenfischen gehen es ruhig an. Tagsüber ruhen sie am Gewässergrund, nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Auch dabei bewegen sie sich eher langsam. Australische Lugenfische ernähren sich von Fröschen, Fischen, Schnecken und Wasserpflanzen. Mit dieser ruhigen Lebensweise können sie mehr als Jahre 50 alt werden.

Beim Lungenfisch erkennt man die gleichen rautenförmigen Schuppen wie beim Knochenhecht. Die anderen Fische im Australasien-Becken haben „moderne“ Schuppen.

Verbauter Lebensraum

Lungenfische verbringen ihr ganzes Leben im gleichen Gewässer. Sie benötigen langsam fließende Flussabschnitte, Teiche oder Seen im Einzugsgebiet der Flüsse im Norden Australiens.

In Australien in der Lugenfisch streng geschützt. Trotzdem ist sein Lebensraum am Mary River und am Burnett River in Queensland bereits stark durch menschliche Eingriffe eingeschränkt.

Warum sind Staudämme ein Problem für den Lungenfisch

Staudamm des Lake Julius in Queensland, Australien; By Scotsman hmfc (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons Click to Flip
Staudamm des Lake Julius in Queensland, Australien; By Scotsman hmfc (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Lungenfische laichen in flachen, bewachsenen Uferzonen, die Larven leben am Gewässergrund. Sie wachsen schnell, pflanzen sich aber erst mit ca. 20 Jahren selbst fort. Stauseen überfluten die flachen Laichzonen. Die Dämme verhindern, dass Jungfische abwandern und sich neue Reviere und Partner suchen können.