Die Wallace-Linie

Während der letzten Eiszeit bis vor ca. 10.000 Jahren lag der Meeresspiegel über 100 Meter niedriger als heute. Die großen Inseln Indonesiens, Sumatra, Java und Borneo, waren mit dem asiatischen Festland verbunden. Neuguinea und Australien dagegen bildeten eine eigene Landmasse.

Hier verläuft die Wallace-Linie, die westliche Grenze zwischen asiatischer und australischer Fauna. Weiter als bis zu dieser Linie haben sich keine australischen Arten ausgebreitet.

Wallace-Linie

Übergangszone

Die Inseln zwischend den beiden Landmassen, wie etwa Sulawesi, blieben auch während der Eiszeit isoliert. Hier findet man sowohl typisch asiatische, als auch typisch australische Tiergruppen. Diese Übergangzone östlich der Wallace-Linien nennt man Wallacea. Die Arten entwickelten sich unabhängig vom ihren nahen Verwandten auf dem Festland und kommen deshalb nur auf diesen Inseln vor.

Diese Artenvielfalt macht diese Regionen zu einem Hotspot der Biodiversität.

Flüsse im Regenwald

Lincoln Cooper [CC BY-SA 3.0], von Wikimedia Commons

Die Landschaft Neuguineas, Nordaustraliens und Sulawesis ist geprägt von tropischen Regenwäldern. Die Flüsse, Bäche und Seen, die die Wälder durchziehen, sind der Lebensraum einer großen Artenvielfalt. Besonders typisch sind Fische aus der Verwandtschaft der Regenbogenfische (Melanotaeniidae).